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SV-Neudau.at
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Typisch männlich - typisch weiblich
Obwohl wir das nahezu alle machen, ist es also ein Fehler, nach dem ersten Eindruck zu gehen. Wir sollten uns den Blick auf den „wahren Menschen“ nicht durch diesen ersten Blick „versperren“, sondern uns selbst und dem Gegenüber die Chance geben, einander näher kennenzulernen. Oftmals werden wir nach einer gewissen Zeit dann überrascht feststellen, daß der Mensch, den wir kennengelernt haben, ganz andere Eigenschaften aufweist, als wir anfangs dachten. Dies kann negativ, aber auch sehr positiv sein. Natürlich gibt es aber auch unüberwindbare Barrieren: wenn Ihnen ein Mensch von Anfang an extrem suspekt und unsympathisch erscheint, dann sollten Sie sich nicht weiter mit dieser Bekanntschaft „abquälen“. Ein gewisses Mass an Neugier, den anderen in seinem tatsächlichen Wesen kennenzulernen, muss vorhanden sein, sonst sind alle derartigen Versuche von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Auch bringt es nichts, wenn Sie selbst ein sehr zuverlässiger Mensch sind, das auch bei anderen voraussetzen und dann an jemanden geraten, der absolut unzuverlässig ist. Hier gibt es kein „Miteinander“. Allenfalls lockere Bekanntschaften, bei denen einem am anderen nicht wirklich etwas liegt, wo es sozusagen „egal“ ist, ob und wann man sich wieder sieht. Woher stammt eigentlich dieser Ausspruch „typisch Frau“ bzw. „typisch Mann“, wo sind die Ursprünge zu suchen? Wir alle lernen von klein auf, wie Frauen sich verhalten bzw. wie Männer sich zu verhalten haben. Daher wird dann in Kategorien eingeteilt. Auch hier sind aber starke gesellschaftliche Veränderungen zu beobachten. Galt es z.B. noch vor einigen Jahrzehnten als „unweiblich“, wenn eine Frau Karriere macht und auf Familie verzichtet, so wird es heute von der Gesellschaft im Allgemeinen anerkannt. Was aber nach wie vor nicht anerkannt wird, das ist wenn eine Karriere-Frau Kinder bekommt und diese dann quasi zum Kindermädchen oder auch an andere Familienmitglieder (Omas, Opas, Mann, Lebensgefährte,….) „abschiebt“. Eine Mutter bleibt eben eine Mutter und hier sollte sich die Frau dann beizeiten überlegen, ob sie wirklich eine Mutter sein möchte oder sich lieber doch auf die Karriere konzentriert und diese Nr. 1 in ihrem Leben ist und bleibt. Diese Entscheidung mag nicht einfach sein, aber Kinder einfach an andere zu delegieren, rächt sich leider irgendwann. Da mögen andere noch so viel versuchen, es „schönzureden“ („Ich bin viel ausgeglichener, wenn ich gleichzeitig Karriere mache und meine Kinder nur sporadisch und intensiv sehe.“), den Kindern wird die liebevolle, verfügbare Mutter fehlen. Versäumtes kann hier nicht mehr gut gemacht werden. Das sogenannte „Gender Mainstreaming“ (Vereinheitlichung der Geschlechter) zeigt hier also durchaus seine Schattenseite. Manche Männer bevorzugen den Typ „Karriere-Frau“, entweder weil sie selbst Karriere machen (wollen) und daher eine Frau möchten, die ihr eigenes, mehr oder minder „Single-Leben“ führt. Dann wohnen oft „zwei Singles in einem Haushalt“ zusammen – beide verfolgen ihre Karriere, man trifft sich sporadisch und geht sporadisch miteinander aus. Bei den Treffen wird vorwiegend über Geschäftliches gesprochen. Dadurch entsteht sozusagen eine „private Geschäftsbeziehung“. Sobald die Frau dann aber ihre Karriere aufgibt, Kinder bekommt und sich den Kindern widmet, entsteht eine Kluft – die Frau lebt ein Familienleben, der Mann weiterhin sein Geschäftsleben. Oftmals scheitern solche Beziehungen dann schon in den ersten Jahren der neu gegründeten Familie. Die ehemals attraktive, karrierebewusste Frau verändert sich in den Augen ihres Mannes zu einer „Familienglucke, die nicht mehr auf ihr Äusseres achtet und keinerlei andere Interessen als die Kinder und den Haushalt“ hat. Während die Frau dann ihrem von der Natur her mitgegebenen genetischen Programm folgt, fühlt sich der Mann dadurch abgegrenzt und ausgestossen und sucht Liebe und Zuneigung und eine eigenständige Partnerin dann eben anderswo. Auch galt es früher als „unmännlich“, wenn ein Mann weinte. Es war für andere „lächerlich“, der Mann war „kein ganzer Mann“, „weibisch“, etc. Auch heute gilt es unter Männern noch als unmännlich, voreinander zu weinen. Trotz allen Mitgefühls. Frauen jedoch anerkennen im Allgemeinen schon diese „unmännliche Seite“ – sie finden es als mutig vom Mann, zu seinen Gefühlen zu stehen, sie anerkennen seine „weiche Seite“. Allenfalls unter Pubertierenden bzw. nicht genügend reifen Frauen wird dieser Bursche bzw. Mann (zumindest vor anderen) als „Weichei“ abgetan. Mann sollte also zu seinen Gefühlen stehen und sich damit auch von seiner sensiblen Seite zeigen, für viele Frauen wirkt er damit noch liebenswerter. Wie wir es auch drehen und wenden: jeder von uns hat solche und solche Anteile – eben sowohl männliche als auch weibliche. Oftmals sind diese nicht „ausgeglichen“ und sozusagen „in der Waage“, sondern es überwiegen in verschiedenen Lebensabschnitten entweder die männlichen oder auch die weiblichen Anteile. Daraus lässt sich auch erklären, daß wir in verschiedenen Lebensphasen verschiedene Freundschaften und auch Partnerschaften haben. Manche begleiten uns dann ein Leben lang, sie entwickeln sich in die Richtung wie wir und zu anderen besteht kein Kontakt mehr. Nehmen wir es, wie es kommt, aber hüten wir uns vor dem „Schubladisieren“ von Menschen!
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